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Leads kaufen statt Werbung bezahlen: Klick, Lead und exklusive Anfrage im Vergleich
Wer Leads kauft, bezahlt für eine konkrete Kundenanfrage statt für Klicks auf eine Anzeige. Ob das günstiger ist als Werbung, zeigt nur der Vergleich der Kosten je Auftrag: Preis je Lead geteilt durch Ihre Abschlussquote, gegen Klickpreis geteilt durch Anfragequote und Abschlussquote. Ein qualifizierter Lead hat eine echte Kaufabsicht, eine nachweisbare Einwilligung, geprüfte Kontaktdaten und eine klare Angabe, ob er exklusiv oder geteilt verkauft wird.
„Bezahlen Sie für Kunden, nicht für Klicks“ ist ein Versprechen, das man nachrechnen sollte. Werbung im Netz wird meist pro Klick abgerechnet, ein gekaufter Lead pro Kontakt. Beides kostet Geld, bevor ein Auftrag feststeht. Dieser Ratgeber vergleicht die drei gängigen Abrechnungsmodelle, erklärt, woran Sie einen qualifizierten Lead erkennen, und zeigt einen Rechenweg mit Ihren eigenen Zahlen. Branchendurchschnitte finden Sie hier bewusst nicht, weil sie je nach Region, Gewerk und Saison stark schwanken.
Drei Modelle: Klick, geteilter Lead, exklusive Anfrage
Wer Kunden über das Netz gewinnen will, zahlt in einem dieser drei Modelle:
| Werbung (Pay per Click) | Geteilter Lead (Pay per Lead) | Exklusive Anfrage mit fallendem Preis | |
|---|---|---|---|
| Sie zahlen für | jeden Klick auf Ihre Anzeige | einen Kontakt, den auch andere Betriebe erhalten | einen Kontakt, den nur Sie erhalten |
| Preis vorher bekannt | nur das Höchstgebot, der tatsächliche Klickpreis schwankt | meist ein Festpreis je Lead | ja, der aktuelle Preis steht an der Anfrage |
| Was Sie vorher sehen | nichts, der Besucher ist noch anonym | je nach Anbieter | Anliegen und Region, ohne Personendaten |
| Wettbewerb um den Kunden | alle Betriebe, die er sonst noch findet | die anderen Käufer desselben Leads | kein weiterer Käufer dieser Anfrage |
| Ihr Risiko | Klicks, aus denen keine Anfrage wird | der Kunde wählt einen Mitbewerber | der Kunde entscheidet sich anders |
| Beispiel | Google Ads mit CPC-Geboten | Aroundhome, bis zu drei Fachpartner je Anfrage | reparatur-auftraege.de |
Zu den Beispielen, wie die Anbieter es selbst beschreiben: Bei Cost-per-Click-Geboten zahlen Sie für jeden Klick auf Ihre Anzeige, der tatsächliche Klickpreis liegt oft unter dem Höchstgebot (Google Ads-Hilfe). Aroundhome vermittelt jede qualifizierte Anfrage an maximal drei Fachpartner, die pro Kontakt zahlen, unabhängig davon, ob ein Auftrag entsteht, und ohne Provision auf den Projektumsatz (Aroundhome).
So funktioniert der fallende Preis
Auf reparatur-auftraege.de, der ersten live geschalteten Branche von auftraege-sofort.de, sieht das dritte Modell so aus (So funktioniert der Markt, Preise):
- Eine Reparaturanfrage mit Telefonnummer startet bei 50 Euro und fällt bis auf 15 Euro, eine Anfrage nur mit E-Mail startet bei 40 Euro und fällt bis auf 10 Euro, jeweils netto.
- Der Preis sinkt alle 5 Werkminuten. Werkzeit ist täglich von 8 bis 20 Uhr.
- Die Anfrage gehört dem Betrieb, der zuerst kauft. Wer zu spät kommt, zahlt nichts.
- Es gibt kein Abo und keine Grundgebühr.
- Reklamieren können Sie innerhalb von 48 Stunden, wenn kein angegebener Kontaktweg funktioniert oder die Anfrage offensichtlich Spam ist.
Der fallende Preis verlagert die Entscheidung zu Ihnen: Wer eine passende Anfrage sofort will, zahlt mehr. Wer wartet, zahlt weniger und riskiert, dass ein anderer Betrieb schneller ist. Vom 4. bis 22. Oktober 2026 gingen dort 167 Reparaturanfragen ein.
Was einen Lead qualifiziert
„Qualifiziert“ und „vorqualifiziert“ sind keine geschützten Begriffe. Fragen Sie deshalb nach, was genau geprüft wurde. Diese vier Punkte sollten erfüllt sein:
- Kaufabsicht: Der Kunde hat selbst angefragt und ein konkretes Anliegen beschrieben, mit Region und möglichst einem Zeitraum. Adresslisten oder Gewinnspielteilnehmer sind keine Anfragen.
- Einwilligung: Der Kunde hat der Weitergabe für diesen bestimmten Fall, informiert und unmissverständlich zugestimmt, so definiert Art. 4 Nr. 11 DSGVO die Einwilligung (Art. 4 DSGVO). Wer sich auf die Einwilligung stützt, muss sie nachweisen können (Art. 7 Abs. 1 DSGVO). Wollen Sie einen Verbraucher anrufen, braucht es nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG dessen vorherige ausdrückliche Einwilligung in den Anruf.
- Brauchbare Kontaktdaten: Telefonnummer oder E-Mail sollten erreichbar sein. Klären Sie, ob der Anbieter das prüft und was passiert, wenn kein Kontaktweg funktioniert.
- Exklusiv oder geteilt: Sie sollten vor dem Kauf wissen, ob der Lead nur an Sie geht oder an wie viele Betriebe höchstens.
Wie Sie Einwilligung und Dokumentation im Einzelnen prüfen, beschreibt der Ratgeber Leads kaufen und DSGVO.
Der Rechenweg für Werbung
Ein Klick ist noch keine Anfrage, und eine Anfrage noch kein Auftrag. Sie brauchen drei Werte aus Ihrem Werbekonto und Ihrer Auftragsliste:
- K: Ihr tatsächlicher Klickpreis im Durchschnitt.
- A: Der Anteil der Klicks, aus denen eine Anfrage wird.
- Q: Ihre Abschlussquote, also der Anteil der Anfragen, aus denen ein Auftrag wird.
Daraus ergibt sich:
- Kosten je Anfrage über Werbung = K geteilt durch A
- Kosten je Auftrag über Werbung = K geteilt durch (A mal Q)
Ein Rechenbeispiel mit frei gewählten Werten, die keine Branchenwerte sind: Ein Klick kostet 2 Euro, jeder zwanzigste Besucher fragt an (A = 5 Prozent), und Sie gewinnen jede dritte Anfrage (Q = rund 33 Prozent). Dann kostet eine Anfrage 2 geteilt durch 0,05, also 40 Euro. Ein Auftrag kostet 40 geteilt durch 0,33, also rund 120 Euro.
Dazu kommen Kosten, die nicht im Werbekonto stehen: Zeit für Kampagnen, eine Landingpage, die Pflege von Suchbegriffen, gegebenenfalls eine Agentur.
Der Rechenweg für gekaufte Leads
Beim gekauften Lead entfällt die Anfragequote, weil Sie direkt den Kontakt bezahlen:
- P: Preis je Lead.
- Q2: Ihre Abschlussquote bei gekauften Leads.
Kosten je Auftrag über gekaufte Leads = P geteilt durch Q2
Q2 ist nicht automatisch gleich Q. Kunden über Ihre eigene Anzeige haben sich bereits für Ihren Betrieb interessiert, gekaufte Leads kennen Sie noch nicht. Geht ein Lead an mehrere Betriebe, kann Ihre Abschlussquote weiter sinken. Erfassen Sie Q2 deshalb von Anfang an getrennt von Q.
Die Gewinnschwelle
Der gekaufte Lead ist wirtschaftlich besser, solange gilt:
P geteilt durch Q2 ist kleiner als K geteilt durch (A mal Q)
Umgestellt ergibt sich der höchste Preis, den Sie für einen Lead zahlen sollten:
Höchstpreis P = K geteilt durch A, multipliziert mit Q2 geteilt durch Q
Mit den Werten von oben: Kostet Sie eine Anfrage über Werbung 40 Euro und liegt Ihre Abschlussquote bei gekauften Leads nur halb so hoch wie bei eigenen, dann ist ein gekaufter Lead bis 20 Euro günstiger als Werbung. Bei einem fallenden Preis können Sie diesen Höchstpreis direkt als Grenze nutzen: Sie kaufen erst, wenn der Preis darunter liegt.
Fragen an jeden Lead-Anbieter
Bevor Sie Leads kaufen, egal bei welchem Anbieter, sollten diese Fragen beantwortet sein:
- Woher stammen die Leads? Hat der Kunde selbst angefragt?
- Wie lautet die Einwilligung, wann wurde sie erteilt, und erhalte ich den Nachweis?
- Hat der Kunde einem Anruf ausdrücklich zugestimmt?
- An wie viele Betriebe geht ein Lead, und sehe ich das vor dem Kauf?
- Welche Angaben sehe ich vor dem Kauf?
- Was kostet ein Lead? Gibt es Abo, Grundgebühr, Mindestabnahme oder Provision?
- Wann und in welcher Frist kann ich reklamieren?
- Erfährt der Kunde, welcher Betrieb sich bei ihm meldet?
Antwortet ein Anbieter auf die Fragen 2 bis 4 ausweichend, ist das ein Warnsignal.
Vor- und Nachteile beider Wege
Was für Werbung spricht:
- Sie bauen Bekanntheit für Ihren eigenen Namen auf, und Kunden kommen direkt zu Ihnen.
- Sie steuern Budget, Region und Zeiten selbst und können jederzeit pausieren.
Was gegen Werbung spricht:
- Sie zahlen für Klicks, bevor feststeht, ob überhaupt jemand anfragt.
- Eine Kampagne braucht Pflege und Fachwissen, und die Kosten je Auftrag kennen Sie erst nach Wochen.
Was für gekaufte Leads spricht:
- Sie kennen den Preis vorher und sehen, worum es geht.
- Wenn Sie ausgelastet sind, kaufen Sie nichts und zahlen nichts.
Was gegen gekaufte Leads spricht:
- Sie zahlen auch, wenn kein Auftrag entsteht. Sie kaufen die Chance auf einen Auftrag.
- Der Kunde kennt Ihren Betrieb noch nicht, Sie müssen schnell und überzeugend reagieren.
- Sie hängen von der Menge ab, die ein Anbieter in Ihrer Region liefert.
Ein Sonderfall ist das Google-Unternehmensprofil. Es kostet nichts, und ein besseres lokales Ranking kann laut Google nicht eingefordert werden, auch nicht gegen Bezahlung (Google Unternehmensprofil-Hilfe). Es gehört zur Grundausstattung jedes Betriebs.
Unsere Empfehlung
Rechnen Sie beide Wege mit Ihren eigenen Zahlen und vergleichen Sie die Kosten je Auftrag. Klickpreise und Leadpreise allein sagen dafür zu wenig. Für viele Betriebe passt eine Mischung: ein gepflegtes Unternehmensprofil als Grundlage, Werbung dort, wo sie nachweislich trägt, und gekaufte Leads, um Lücken in der Auslastung zu füllen.
Auf auftraege-sofort.de ist bisher die Branche Reparatur live, dort können Sie auf reparatur-auftraege.de heute Anfragen kaufen. Für Bau und Handwerk, Immobilien und Versicherungen können Sie sich in die Vormerkliste eintragen. Sie erfahren dann zuerst, wann Ihre Branche startet und zu welchen Preisen.
Häufige Fragen
Was bedeutet Leads kaufen?
Sie bezahlen einen Anbieter für den Kontakt zu einem Interessenten, der selbst eine Anfrage gestellt hat. Abgerechnet wird je Lead, nicht je Klick und nicht je Monat. Ein Lead ist die Chance auf einen Auftrag, noch kein Auftrag.
Was kostet ein Lead?
Das hängt von Branche und Modell ab, viele Anbieter veröffentlichen keine Preise. Bei reparatur-auftraege.de kostet eine Reparaturanfrage mit Telefonnummer anfangs 50 Euro und fällt bis auf 15 Euro, eine Anfrage nur mit E-Mail fällt von 40 auf 10 Euro, jeweils netto. Für Bau und Handwerk, Immobilien und Versicherungen stehen noch keine Preise fest.
Was ist ein qualifizierter Lead?
Ein Lead, bei dem vier Dinge stimmen: Der Kunde hat selbst ein konkretes Anliegen geäußert, er hat der Weitergabe für diesen Fall nachweisbar zugestimmt, seine Kontaktdaten sind brauchbar, und Sie wissen vor dem Kauf, ob noch andere Betriebe denselben Lead erhalten.
Sind exklusive Leads besser als geteilte?
Bei einem exklusiven Lead erhalten nur Sie den Kontakt und stehen nicht mit anderen Käufern im Wettbewerb um denselben Kunden. Geteilte Leads können günstiger sein, dafür meldet sich der Kunde möglicherweise bei einem Mitbewerber. Vergleichen Sie beide über die Kosten je Auftrag.
Zahle ich bei einem gekauften Lead nur, wenn ich den Auftrag bekomme?
In der Regel nicht. Sie zahlen für die Anfrage, also für die Chance auf einen Auftrag. Bei reparatur-auftraege.de ist es kein Reklamationsgrund, wenn sich ein Kunde anders entscheidet. Reklamieren können Sie dort innerhalb von 48 Stunden, wenn kein angegebener Kontaktweg funktioniert oder die Anfrage offensichtlich Spam ist.
Für Ihre Branche vormerken
Wir öffnen neue Branchen, sobald genug Anfragen da sind.
- Google Ads-Hilfe: Cost-per-Click (CPC), Definition
- Google Unternehmensprofil-Hilfe: Ranking in lokalen Suchergebnissen verbessern
- Aroundhome: Partner werden
- Art. 4 DSGVO, Begriffsbestimmungen (Nr. 11 Einwilligung)
- Art. 7 DSGVO, Bedingungen für die Einwilligung
- § 7 UWG, Unzumutbare Belästigungen (gesetze-im-internet.de)
- Reparatur-Aufträge: Preise
- Reparatur-Aufträge: So funktioniert der Markt